Anwohner eines Gebäudes in der Mainaustraße melden bei einem Nachbarn, der Mitglied in der Feuerwehr Konstanz ist, einen Gasaustritt im Keller. Die Feuerwehr wird alarmiert.

    Als die ersten Einsatzkräfte ankamen, wurde durch den Einsatzleiter und einen Atemschutztrupp eine Erkundung vorgenommen. Mehrere Anwohner des Hauses klagten über Atembeschwerden und Übelkeit. Der Atemschutztrupp ging mit Messegräten in den Keller vor und fand dort eine Campinggaskartusche, die ausgeströmt war und Ursache für den Einsatz war.

    Durch die Kräfte des Löschzugs Allmannsdorf wurde ein Lüfter in Stellung gebracht, um mit der Hilfe eine Überdruckbelüftung das Butanpropan Gemisch aus Gebäude zu bringen. Der Rettungsdienst, welcher mit zu dem Einsatz alarmiert wurde, kümmerte sich um zwei Patienten welche über stärkere Beschwerden durch die Gasinhalation und verbrachte diese zur Kontrolle ins Krankenhaus.
    Die Besatzung des Gerätewagen Messtechnik stellte weitere Messgeräte bereit. Der Atemschutztrupp führte damit weitere Messungen durch. Durch die Belüftung mit dem Lüfter waren die Werte alle Negativ. Die angeforderte Bereitschaft der Abteilung Gas der Stadtwerke führten dann ebenfalls noch Messungen, auch allen Wohnungen des Gebäudes durch. Nach dem all diese Messungen negativ waren, konnte das Gebäude an den Hauseigentümer und die Polizei übergeben werden.

    Achtung:

    Butan und Propan sind beides Gase, die schwerer sind als die Luft. Das heißt, sie sinken immer an den tiefsten Punkt und bleiben dort. Die Lagerung sollte deswegen niemals im Haus oder im Keller erfolgen. Lagern Sie diese Kartuschen immer nur an gut belüfteten Orten. Beide Gase sind nicht nur sehr explosiv, sondern wirkend auch vergiftend. Ebenfalls verdrängen die Gase den Sauerstoff, so das eine Erstickungsgefahr besteht. 

    Bei der Verwendung von solchen Grill- und Campinggasen ist damit immer Vorsicht geboten. 

    Einsatzstichwort: Gasaustritt
    Datum: 29.08.2017
    Uhrzeit: 20:28 Uhr
    Einsatzort: Mainaustraße
    Eingesetzte Kräfte: 22 Einsatzkräfte, 4 in Reserve
    Fahrzeuge: 6/33, 6/44-1, 6/52, 8/19, 8/42, KN 91

    Christopher Kutschker

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