Um 16:25 Uhr löste die Brandmeldeanlage der Universität Konstanz aus. Diese ist direkt mit der Einsatzzentrale der Feuerwehr Konstanz verbunden. In kurzer Zeit lösten gleich 4 Melder Linien der Brandmeldeanlage aus.

    Die alarmierten Kräfte rückten aus und wurden vor Ort durch den Fachberater Chemie der Feuerwehr empfangen. Dieser arbeitet an der Universität und war beim Auslösen der Anlage im betroffenen Gebäude. Er hatte sich bis zum Eintreffen der Kräfte bereits durch die Befragung des Laborverantwortlichen ein Bild über die Lage machen können und erfuhr, dass es in einem Labor zu einer Verpuffung gekommen war. Eine Person, die sich zum Zeitpunkt der Verpuffung im Labor aufgehalten hat, wurde nach draußen gebracht und dort vom Rettungsdienst untersucht.

    Da in den Laborbereichen mehrere Gefahrstoffe vorhanden waren und nicht klar war, was alles betroffen ist, wurde auf Anraten des Fachberaters Chemie der Gefahrgutzug mit den Komponenten Brandschutz, Dekon und Führung nachalarmiert. Der Angriffstrupp des ersten Löschfahrzeugs ging unter Atemschutz und mit CO2 Löschern in das Labor vor.

    Kurz nach 17 Uhr konnte dann die Lagemeldung „Feuer schwarz“ übermittelt werden. Die Feuerwehr suchte nun im Labor nach Glutnestern und lüftete den Laborbereich. Nun konnte auch eine Kontrolle der im Labor befindlich Chemikalien stattfinden.

    Die Polizei ermittelt nun die Ursache der Verpuffung. In dem Labor kam es durch die Brandeinwirkung zu einem größeren Schaden.

    Einsatzstichwort: Brandmeldealarm (erhöht auf Brand mit Gefahrgut)
    Datum: 04.09.2017
    Uhrzeit: 16:25 Uhr (Nachalarmierung des Gefahrgutzuges um 16:40)
    Einsatzort: Universität Konstanz
    Eingesetzte Kräfte: 40 Einsatzkräfte (Reserve: 5)
    Fahrzeuge: 6/10-1, 6/10-2, 6/14, 6/19, 6/33, 6/44-1, 6/44-3, 7/44-2, 7/65-2, 8/42, KN91 

    Christopher Kutschker

    Fotos: Stefanie Hägele

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