In den frühen Morgenstunden des Dreikönigtages wurde der Feuerwehr um 05:30 Uhr ein Tiefgargenbrand in der Magdeburgerstraße gemeldet. Bei diesem Meldungseingang löste die Zentrale sofort Alarm für die Löschbereiche Wollmatingen, Petershausen und die Altstadt aus, so dass die Feuerwehr umgehend mit 4 Löschfahrzeugen, 2 Drehleitern, 2 Mannschaftstransportern und dem Einsatzleitwagen in die Magdeburgerstraße ausrücken konnten. Die Fahrzeuge wurden im Bereich der Einfahrt zur Tiefgarage sowie in der davor liegenden Straße in Stellung gebracht. Durch Nebel und die auf den Fahrzeugen zuckenden Blaulichter entstand so für die Betroffenen und die Einsatzkräfte ein etwas unheimliches, bizarres Szenario.

    Nach den ersten Erkundigungen drangen 2 Trupps unter Atemschutz in die Tiefgarage vor um den Brandherd zu lokalisieren.

    Die Tiefgarage wird von mehreren Häusern genutzt. Da teilweise die Rauchschutztüren zur Tiefgarage offen standen drang der Rauch aus der Tiefgargage in die Treppenhäuser ein. Die Gebäude mussten geräumt werden. Den Bewohner konnte in der benachbarten Berchenschule ein Ausweichquartier angeboten werden. Die 70 evakuierten Personen, darunter auch kleine Kinder und ältere Menschen, wurden dort registriet und von der Schnelleinsatzgruppe des Sanitätsdiensts betreut.

    Der Brandherd in der Tiefgarage konnte rasch gefunden werden und wurde mit einem C-Rohr abgelöscht. Gebrannt hatten mehrere Motorräder. Gegen 06:00 Uhr konnte der Einsatzleiter Kommandant Quintus Feuer schwarz melden. Der Einsatz war jedoch noch nicht beendet. Die vom Rauch betroffenen Treppenhäuser der Wohngebäude mussten über vorhandene Rauchabzugsklappen und Fenster gelüftet werden. Ab 06:45 Uhr konnten die Bewohner der Magdeburgerstraße wieder in Ihre Wohnungen zurück. Auch die Tiefgarage wurde gelüftet. Der Zugang dürfte jedoch noch längere Zeit nicht möglich sein, da die Polizei zuerst ihre Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufnehmen wird.

    Die Feuerwehr war mit 50 Einsatzkräften vor Ort. Auch Polizei und Rettungsdienst waren mit starken Kräften im Einsatz. Zur Höhe des Sachschadens kann noch keine Aussage getroffen werden.

    Autor + Bilder: Klaus Menge

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