Im Juli waren 5 Ausbilder der Feuerwehr Konstanz zur Magirus Hot & Fire- Ausbildung in einer feststoffbefeuerten Realbrandausbildungsanlage in Ludwigshafen Rhein. Dort wurde ein intensives Strahlrohrtraining durchgeführt.

    In 4 dafür bereitgestellten Übersee- Container werden dabei Holzpaletten verbrannt, um Temperaturen von 80- 200 °C zu erzeugen. Zu beachten ist dabei, dass sich der Deckenbereich bis auf 800° C erhitzt. Dies ist auch der Grund, weshalb stets eine Gangart nahe dem Boden, vorzugsweise der Seitenkriechgang, wie er in den Atemschutzlehrgang gelehrt wird, zu wählen ist. Bei einer solchen Weiterbildung, die versucht reale Bedingungen, wie sie bei einem Zimmerbrand vorkommen können, zu simulieren, kann man durchaus auch feststellen, dass sowohl die Ausrüstung als auch die Feuerwehrangehörigen selbst an ihre Grenzen stoßen können.
    Bei der Schulung wurden sowohl der Umgang mit dem Strahlrohr im Brandraum als auch das richtige Verhalten bei einer Rauchgasdurchzündung trainiert und weiter optimiert. Vor dem praktischen Umsetzten in der Anlage unter Hitze und einem gewissen Stresslevel, konnte die ideale Handhabungen auf drei Bahnen geübt werden. Die teilnehmenden Kameraden waren nach dem langen und anstrengenden Tag durchweg positiv gestimmt und konnten einige neue Erkenntnisse und Erfahrungen mitnehmen, sowie die augenzwinkernde Feststellung „Wir Feuerwehrler sind schon etwas verrückt und scheinbar auch (un)sterberlich“.

    Allgemein muss ein Atemschutzgeräteträger eine dementsprechende Ausbildung nach der Dienstvorschrift 2/1 absolvieren und anschließend jährlich eine Belastungsübung in einer Atemschutz-Übungsanlage und eine Einsatzübung innerhalb einer taktischen Einheit unter Atemschutz durchführen. Wenn innerhalb dieses Jahres die Einsatzkräfte einen Einsatz unter Atemschutz im entsprechender Art und Umfang hatten kann das die Einsatzübung ersetzen.
    Da ein „heißer“ Einsatz schwer zu üben ist, wird alle zwei Jahre die MÜB, die Mobile Übungseinrichtung zur Brandbekämpfung, für die Feuerwehr Konstanz „gemietet“. Außerdem wird die körperliche Eignung der Atemschutzgeräteträger im Abstand von drei Jahren durch die G26.3- Untersuchung festgestellt.

    Stefanie Hägele

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