Highlight: Fettexplosion

    Am verkaufsoffenen Sonntag wurde der Augustinerplatz in Konstanz zu einem Schauplatz für das Ehrenamt: Die Feuerwehr Konstanz zeigte anhand von Vorführungen die Gefahren von Feuer und Rauch und die Malteser Konstanz boten neben Informationen auch Zuckerwatte und Kinderschminken. Die beiden Hilfsorganisationen arbeiten im Einsatzgeschehen stets Hand in Hand: Die Feuerwehr rettet verunfallte Personen aus dem Gefahrenbereich und übergibt sie dann an den Rettungsdienst, welcher lebensrettende Maßnahmen einleitet und die medizinische Erstversorgung übernimmt. Dies wurde an diesem Tag auch nach außen dargestellt und gezeigt. Nicht umsonst sind viele Konstanzer in beiden Organisationen tätig.

    Anhand des Feuerlöschtrainers konnten sich die Passanten im korrektem Umgang mit dem Feuerlöscher schulen und sich mit dem Löschen eines echten Feuers einer persönlichen Mutprobe unterziehen. Dank der professionellen Unterstützung durch Kameraden der Feuerwehr Konstanz wurden die Flammen aber auch von den Kleinsten besiegt.

    Eindruck machte auch die Demonstration einer Fettexplosion, deren gewaltige Hitzeentwicklung für die Zuschauer trotz des Sicherheitsabstands noch spürbar war. "Der Kamerad Michael Zwick, der das Wasser zugibt, trägt daher die spezielle Schutzausrüstung der Feuerwehr Konstanz, die hohen Temperaturen widerstehen kann", erläuterte Thomas Reuter, Zugführer im Löschbereich Wollmatingen, der die Vorführung am Mikrofon begleitete. Er betonte die Gefahren einer solchen Explosion und warnte die Schaulustigen eindringlich: "Wenn beim Kochen heißes Fett in Brand geraten sollte, darf dieses auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden!" 

    Ein sogenanntes Rauchhaus demonstrierte die Rauchentwicklung, die Gefahr von Rauch und die Bedeutung von Rauchmeldern. Kameraden von der Jugendfeuerwehr klärten darüber in einem Pavillon auf.

    Neugierige und besonders Interessierte konnten am Infostand zudem die Persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehr Konstanz und der Jugendfeuerwehr anschauen, anfassen und sogar anprobieren. In dem zur Besichtigung und Begehung ausgestellten Löschfahrzeug konnten sich so besonders die Kinder wie richtige Feuerwehrmänner und –frauen fühlen. Aber auch die Älteren hatten die Chance, zu sehen, wie sich die Uniform anfühlt, wie ein Strahlrohr zu bedienen ist oder wie ein Löschfahrzeug von Innen aussieht. 

    Zudem hatten die Kameraden für jede Frage eine Antwort und ermutigten die Interessenten, sich unter ich-will-zur@feuerwehr-konstanz.de zu melden. Auf diese Weise kann jede und jeder Volljährige, in einen Zugdienst reinschnuppern und sich ein eigenes Bild vom Feuerwehrdienst machen. Nur Mut, es kann wirklich jeder mitmachen, auch du!

    Wer nicht zur aktiven Wehr möchte, aber trotzdem einen Beitrag leisten und sich engagieren will, der kann sich zum Beispiel im Förderverein einbringen oder sich den Spielmannszug anschauen. Das Eintrittsalter für die Jugendfeuerwehr liegt bei zehn Jahren; bei den ersten drei Diensten, alle 14 Tage mittwochs um 18 Uhr, kann unverbindlich reingeschnuppert werden.

     

     

    Fettexplosion

    Die Übermäßige Erhitzung von Speisefetten oder –ölen kann zu deren Selbstentzündung führen. Die Zündtemperatur liegt bei zirka 300 Grad Celsius. Wenn man nun Wasser zugibt, so sinkt dieses aufgrund seiner größeren Dichte auf den Grund des Behälters. Da das Fett bei seiner Entzündung um ein Vielfaches heißer als siedendes Wasser ist, das eine Siedetemperatur von zirka 100 Grad Celsius hat, verdampft das Wasser schlagartig. Durch die Verdampfung dehnt sich das Volumen des Wassers sehr stark und schnell aus und das brennende Fett wird mit dem Wasserdampf aus dem Behälter gerissen. Dadurch wird die Flüssigkeitsoberfläche des brennenden Fettes enorm vergrößert, was dessen Brandgeschwindigkeit erhöht. Die kleinsten Tröpfchen zünden zuerst, heizen ihre Umgebung und benachbarte Fetttröpfchen auf und steigen mit der durch sie erhitzen Luft nach oben. Dadurch entsteht bei freier Entfaltung eine regelrechte Feuersäule über der Brandstelle.

     ss

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