Aus aktuellem Anlass anbei zwei Infografiken der Feuerwehr Osnabrück, die Besonderheiten und Gefahren bei einem Hochhausbrand bildlich darstellen und erklären.

    Den Richtlinien des Brandschutzes zufolge muss jedes Haus, das eine Höhe von acht Metern überschreitet, so errichtet werden, dass einzelne Wohnungen im Brandfall abgeschottet werden können. Hierfür müssen Wände, Decken, Türen und Fenster nicht nur Rauch draußen halten, sondern einem Feuer auch mindestens 60 Minuten lang widerstehen können. Sollte also der Fluchtweg versperrt sein, kann in modernen Häusern in der Wohnung verharrt werden. Zur Abwehr der gefährlichen Rauchgase empfehlen sich hierbei auch nasse Handtücher unter der Türe. Bitte einen vom Brandort entfernten Raum aufsuchen und alle Zwischentüren schließen. Am Fenster, Balkon oder über Telefon auf sich aufmerksam machen.

    Mit Rauch- und Wärmeabzügen, einem zweiten Rettungsweg und eventuell sogar Sprinkleranlagen wird der Fluchtweg sichergestellt. Beim Verlassen der Wohnung ist die Wohnungstüre zu schließen. So wird die Ausbreitung von Feuer und Rauch erschwert.
    Seit 2016 gilt die Pflicht, in jedem Aufenthaltsraum, der zum Schlafen genutzt werden kann sowie deren Fluchtwege, einen Rauchmelder anzubringen.
    Wer das Piepsen eines Rauchmelder hört, hat bitte umgehend die Feuerwehr zu verständigen.

    Nicht erst, wenn der Piepston nervt oder den ruhigen Schlaf stört. Für den Anrufer fallen dabei keinerlei Kosten an und im Ernstfall kann ein solcher Anruf lebensrettend sein. Wenn es wirklich brennt, zählt jede Sekunde.
    Mit gut sichtbar platzierten Feuerlöschern auf jeder Etage eines Wohnhauses sowie im Eingangsbereich jeder Wohnung, kann dem Brandschutz noch nachgeholfen werden (siehe drittes Bild vom bvbf). Für die Küche empfiehlt sich eine Löschdecke, mit der das Feuer erstickt wird. Fettbrände bitte niemals mit Wasser löschen, dabei besteht die Gefahr einer Fettexplosion. Bei eigenen Löschversuchen bitte unbedingt auf den Selbstschutz achten.

    Svenja Schönthaler

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