Der Zufall ist manchmal schon eine lustige Sache. Zwei Wettbewerbe, verschiedene Distanzen, unterschiedliche Ergebnis-Zeiten, ein gänzlich anderes Teilnehmerfeld; doch exakt die selbe Platzierung: 128. Teilnehmer im Ziel und in der jeweiligen Altersklasse auf Platz zehn. 

    Als Vertreter der Feuerwehr Konstanz waren der Kommandant Bernd Roth und Marc-Philipp Greis aus dem Löschbereich Wollmatingen am vergangenen Montag beim 3. Lake Estates Halbmarathon in Überlingen unterwegs. Roth nahm am 10er-Lauf der Sparkasse Bodensee teil und Greis am Halbmarathon. An diesem Halbmarathon ging übrigens auch Deutschlands beste Langstreckenläuferin, Sabrina Mockenhaupt (Gesamtwertung Platz 8, bei den Frauen Platz 1), an den Start.

    Kommandant Bernd Roth hat den Lauf über zehn Kilometer absolviert. Mit einer Zeit von 52 Minuten und 24 Sekunden ist er als 128. Starter von 230 Teilnehmern im Ziel gewesen. In seiner Altersklasse platziert ihn dies auf Platz zehn.

    Das selbe Ergebnis erreicht auch Kamerad Marc-Philipp Greis: Rang 128 von insgesamt 267 Teilnehmern, die den Halbmarathon entlang des Bodenseeufers erfolgreich beenden konnten und damit Platz zehn in seiner Altersklasse.

    Auf einer Distanz von etwa 21 Kilometern ist er mit einer Endzeit von einer Stunde, 48 Minuten und 45 Sekunden ins Ziel gekommen. "Das hat meine Erwartungen übertroffen", sagt er auf Nachfrage. Denn sein Ziel sei es gewesen, unter zwei Stunden zu bleiben. Und der Erfolg motiviert: "Wenn ich mich bis dahin genug erholt habe, möchte ich am 28. Mai am Halbmarathon in Tuttlingen teilnehmen." 

    Insgesamt zeigen sich beide Feuerwehrsportler sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Roth hätte sich zwar ein wenig wärmere Temperaturen gewünscht, doch man konzentriere sich auf das Laufen und da sei das Wetter dann zweitrangig. "Nur die nassen Füße waren ein wenig unangenehm", verrät Greis dann aber doch in Bezug auf den Dauerregen. 

     

    "Fit for Firefighting"

    Wer sich aktiv bei der Feuerwehr engagiert, sollte über eine gute körperliche Fitness verfügen. Ausrüstung und Equipment sind schwer, die zu bewältigenden Wegstrecken von unbekannter Länge. Wer kann löschen, retten und Hilfe leisten, wenn er nach fünf Stockwerken Treppensteigen schon am Ende seiner Ausdauer ist?

    Die Feuerwehr Konstanz legt daher großen Wert darauf, dass sich zumindest die Atemschutzgeräteträger, die im Einsatzfall an vorderster Front sind, regelmäßigen Gesundheits- und Fitnesschecks unterziehen. Dabei handelt es sich zum einen um die sogenannte G26, einer Eignungsuntersuchung, die von einem Arzt durchgeführt wird. Bei dieser ärztlichen Untersuchung werden die Laborwerte (Blut , Urin) geprüft und ein Lungenfunktionstest, Hör- und Sehtests, ein EKG, sowie eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht. Diese Untersuchung muss alle drei Jahre – oder genauer: immer vor Ablauf von 36 Monaten – wiederholt und erneut bestanden werden.

    Zudem gilt es jedes Jahr eine spezielle Übungsstrecke zu absolvieren, die Ausdauer und Eignung testet. Im Dunkeln und mit voller Ausrüstung wird hierbei ein Hindernisparcours im Kriechgang überwunden.

    Nur wer diese Prüfungen regelmäßig immer wieder aufs Neue besteht, darf als Atemschutzgeräteträger aktiv sein.

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