Im Rahmen des Girls Days 2018 waren sieben Schülerinnen bei der Feuerwehr Konstanz zu Besuch. Neben den Informationen von Bernd Roth, dem Feuerwehrkommandanten, haben die Mädchen vor allem auch durch das Anprobieren der Ausrüstung und dem Ausprobieren der Feuerwehrtätigkeiten viel über den Beruf der Feuerwehrfrau gelernt.

    Bereits zum zweiten Mal hat sich die Feuerwehr Konstanz an der Aktion Girls Day beteiligt, in deren Rahmen Schülerinnen in klassische Männerberufe schnuppern dürfen und dafür von der Schule einen Tag lang freigestellt werden.  Der Kommandant Berd Roth hatte es sich nicht nehmen lassen, die Schülerinnen persönlich zu begrüßen und begann den Tag damit, die Feuerwehr Konstanz und ihre Aufgaben vorzustellen. Danach gab er noch einen Überblick über den Berufsalltag der Feuerwehr sowie die Anforderungen für den Berufseinstieg. Hierzu hatte er einen Auszug des Einstellungstests der Feuerwehr Mannheim dabei, den die Mädchen eifrig bearbeiteten und in Teilen auch sehr gut lösen konnten.

    Im Anschluss folgte ein von Berufsfeuerwehrmann Markus Neidhart geleiteter Rundgang durch das Feuerwehrgerätehaus in der Steinstraße. Die Schülerinnen durften einen Blick hinter die Kulissen werfen und sehen, wie der Berufsalltag der Feuerwehr abseits der Einsätze aussieht. So erfuhren sie von der Arbeit in den verschiedenen Werkstätten, in denen Schläuche, Funkgeräte, Feuerlöscher, Uniformen, Ausrüstungsgegenstände und Fahrzeuge geprüft, gereinigt und repariert werden. Sie haben viel gelernt, anprobiert und ausprobiert. Besonders fasziniert waren die Mädchen von den Chemikalienschutzanzügen, in die jede einmal schlüpfen durfte, sowie von den Atemschutzgeräten - "das wiegt ungefähr so viel wie mein Schulranzen!" -  und den dazugehörigen Masken. Auch die Fahrt im Korb der Drehleiter war ein Höhepunkt. Jede der Schülerinnen war mutig genug, bis ganz nach oben zu fahren. „Wir waren bei 25 Metern Höhe“, erzählten die Mädchen stolz. Nachdem der Hof hinter der Feuerwache bewässert wurde, durften die Teilnehmerinnen noch eine kleine Runde im Mannschaftsraum des Löschfahrzeuges drehen. 

    Am Ende hatte die Mädchen nur einen Kritikpunkt: „Der Tag hätte ruhig noch ein wenig länger gehen können.“ Tatsächlich musste aus Zeitgründen auf einige der praktischen Tätigkeiten verzichtet werden. Sehr zum Bedauern der Teilnehmerinnen des Girls Days bei der Feuerwehr, die gerne noch eine Leiter gestellt, Schläuche ausgerollt oder Knoten gelernt hätten.  

    Svenja Schönthaler

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