Über 220 Kräfte der Hilfsorganisationen aus Konstanz und der Feuerwehr Radolfzell, der Wasserschutzpolizei und viele andere übten am Samstag mit dem Fährbetrieb der Stadtwerke Konstanz zusammen ein dramatisches Szenario. Auf der vollbeladenen Fähre „Lodi“ war es zu einem Brand gekommen, es gab Verletzte und Betriebsstoffe traten aus.

    Vom William-Graf-Platz aus starteten die ersten Boote der Feuerwehr und der DLRG, um die Lage vor Ort zu erkunden. Es zeigte sich, dass es in einem Maschinenraum brannte. Durch die Wärmeleitung kam es zu einem Fahrzeugbrand auf dem Fahrbahndeck. Die Passagiere waren in Panik geraten und teilweise auch verletzt worden. Die ersten von ihnen waren bereits vor Angst von Bordgesprungen und trieben rund um die Fähre herum im kalten Wasser. Mindestens ein Mitarbeiter wurde noch vermisst.

    Unter Atemschutz gingen die Einsatzkräfte auf die Fähre vor und begannen mit der Feuerlöschkreiselpumpe, welche jede Fähre festmontiert mitführt, die Brandbekämpfung. Die Wasserschutzpolizei und die DLRG starteten mit Booten und Rettungsschwimmern die Rettung der im Wasser treibenden Personen. An Land fingen die Kräfte des Maltesers Hilfsdienst und des Deutschen Roten Kreuz der Einsatzeinheit 1 des Katastrophenschutzes im Landkreis an, einen Behandlungsplatz und eine Betreuungsstelle aufzubauen. Zur logistischen Unterstützung der Feuerwehr kam auch ein Boot des Technischen Hilfswerks Konstanz zum Einsatz. An Land hatte sich die gemeinsame Einsatzleitung gebildet. Fachliche Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte durch den Kreisbrandmeister, Fachberater der Fähre und des Technischen Hilfswerks und der unteren Wasserschutzbehörde des Landratsamts Konstanz.

    „Hand in Hand“ so lief die Rettung zwischen den verschiedenen Organisationen, stellten Andreas König und Christopher Kutschker von der Feuerwehr Konstanz fest. Sie beide leiteten das Team der Übungsleitung, gebildet aus allen Hilfsorganisationen. Über 180 ehrenamtliche Stunden für die Vorbereitung, alleine bei der Feuerwehr, zeigen, wie aufwändig solch eine Übung ist. 

    Christopher Kutschker

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