Die Sondereinheit Gefahrgutzug braucht dringend Verstärkung. Daher fand vergangenen Freitag ein Schnupperdienst statt, um Feuerwehrleute aus den neun Löschzügen zum Beitritt zu ermutigen.

    Für einen Gefahrguteinsatz müssen insgesamt 22 Feuerwehrleute Aufgaben übernehmen, doch die  Spezialeinheit zählt aktuell nur 24 Mitglieder.  "Idealerweise sollten wir die dreifache Anzahl an Personen haben",  sagt Zugführer Carsten Stiebler.  Denn nicht zu jeder Zeit könnten alle Feuerwehrleute zum Gerätehaus fahren und so verringere sich die Personenzahl bei Einsatzalarm meist deutlich.  Doch der Zugführer bleibt realistisch: "Ich wäre mit 30 Mitgliedern zufrieden", sagt er.

    Drei Kameraden nahmen am Schnupperdienst teil und ließen sich an drei Stationen die drei Aufgabenbereiche Bekämpfung, Technik und Messtechnik erklären. Sie testeten den Chemikalienschutzanzug (CSA), der bei der Schadstoffbekämpfung getragen wird, experimentierten mit Messgeräten und begutachteten die Pumpen. "Wer sich für Technik und Pumpen interessiert, ist bei uns gut aufgehoben", sagt stellvertretender Zugführer Florian Ströbele. Zwar solle jeder Atemschutzgeräteträger im Gefahrgutzug im Umgang mit dem CSA geschult sein, doch nicht jeder müsse im Einsatz in der Bekämpfung tätig werden. Schließlich gebe es genügend andere Aufgaben, die genauso wichtig seien. So muss zum Beispiel ermittelt werden, um welche Gefahrstoffe es sich handelt, in welcher Menge diese vorhanden sind sowie welche Eigenschaften und Auswirkungen sie haben. Als Bonus gab es noch eine Chemie-Vorführung: Zugführer Carsten Stiebler und Fachberater Dennis Bücker erzeugten in einem Experiment Rauch, Schaum und strenge Gerüche. Sehr zum Vergnügen ihrer Zuschauer.

    Text Svenja Schönthaler; Bilder: Nino Wilhelm

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