Die Dekontamination von verletzten Personen nach einem radioaktiven, biologischen oder chemischen Zwischenfall stellt alle Einsatzkräfte der unterschiedlichen Hilfsorganisationen vor zahlreiche Herausforderungen.

    Um für den glücklicherweise seltenen Fall einer solchen Lage gerüstet zu sein, haben sich der Gefahrgutzug sowie die Notärzte des Landkreises Konstanz am Dienstag den 24.09.2019 am Klinikum Konstanz zu einer gemeinsamen Übung getroffen. In drei unterschiedlichen Szenarien wurde die Zusammenarbeit der Notfallmediziner und der Feuerwehr in einem solchen Unglücksfall geübt, die verschiedenen Möglichkeiten einer Dekontamination erklärt und praktisch demonstriert.

    Ziel war es, die Schnittstellen zwischen Feuerwehr und Notfallmedizinern genauer zu beleuchten und zu sehen, inwieweit ein Trupp unter Chemikalienschutzanzug die medizinischen Maßnahmen des Rettungsdienstes schon im kontaminierten Bereich unterstützen kann. So wurde unter anderem versucht, mit Chemikalienschutzanzug eine Blutdruckmanschette und den Sensor des Pulsoximeter anzulegen.

    Sowohl für die Feuerwehr als auch für die Notfallmediziner war es ein lehrreicher Abend mit interessanten Diskussionen und vielen neuen Einblicken.

     

    Maximilian Obermaier

     

    Fotos: Stefanie Hägele und Christopher Kutschker

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